Rezept Nummer 437: Erdnussbutterkekse
Das mit der Erdnussbutter habe ich ja jetzt schon ein paarmal erzählt, deshalb belasse ich es mal bei einem "wegen der Erdnussbutter" als Erklärung für das späte Ausprobieren dieses Rezepts.
Nachdem ich abwesenheitsbedingt in der letzten Zeit (und auch während der nächsten Wochen, nur so als Ankündigung) kaum Rezepte ausprobieren konnte, hatte ich heute Besuch, der mit mir zusammen gebacken hat.
Juchu! (wir sollten das öfter so machen - hat jemand Interesse? :)
Die Kekse an sich sind sehr einfach - man rührt alles zusammen (übrigens eine überraschend aromatische Mischung mit Zimt und Whisky), formt Kekse,
bäckt sie
probiert sie und dann sind sie eher langweilig - schmecken ein bisschen nach Erdnussbutter und sehr nach Keks. Also macht man ordentlich Schokolade drauf (Erdnussbutter an sich ist nicht sooo toll, aber Erdnussbutter mit Schokolade schmeckt eigentlich immer)
und dann sind sie okay. Nicht "oh, die muss ich mir merken, weiterempfehlen und nochmal backen"-gut, aber leckere Kekse, um sie nebenbei zu essen.
Noch 63 Rezepte.
Sonntag, 12. Oktober 2014
Montag, 6. Oktober 2014
Nummer 436: Sweet and Spicy Edamame with Mandarin Oranges
Rezept Nummer 436: Süß-scharfe Sojabohnen mit Mandarinen
Dieses Rezept (übrigens nach den gerösteten Limabohnen das letzte der Beilagen-Kategorie! Wieder eine Kategorie geschafft!) schlägt vor, dass man Sojabohnen zusammen mit ein paar Gewürzen in einem Topf voll Dosenmandarinen kocht.
Damit habe ich ein paar Probleme: erstens mag ich keine Mandarinen und zweitens mag ich kein Dosenobst.
Heute habe ich erstens beschlossen, dass es Zeit ist, sich dieses Rezept vorzunehmen und dass ich zweitens eigentlich keine Dosenmandarinen verwenden muss, wenn ich sie nicht mag. Also habe ich weder Dosenobst noch Mandarinen gekauft, sondern einen Beutel frischer Orangen.
Und dann war alles ganz leicht: alle Zutaten zusammengeschüttet und aufgekocht, bis die Orangen ausreichend zerkocht waren.
Das Ergebnis sieht dann ausnahmsweise mal hübsch bunt und nicht braun - und es hält, was es verspricht: durch die Orangen ist die Sauce sehr lecker fruchtig und ein bisschen süß und durch ganz viel Paprikapulver ein bisschen scharf.
Wäre auch ohne die Sojabohnen eine sehr leckere Orangensauce.
Noch 64 Rezepte.
Dieses Rezept (übrigens nach den gerösteten Limabohnen das letzte der Beilagen-Kategorie! Wieder eine Kategorie geschafft!) schlägt vor, dass man Sojabohnen zusammen mit ein paar Gewürzen in einem Topf voll Dosenmandarinen kocht.
Damit habe ich ein paar Probleme: erstens mag ich keine Mandarinen und zweitens mag ich kein Dosenobst.
Heute habe ich erstens beschlossen, dass es Zeit ist, sich dieses Rezept vorzunehmen und dass ich zweitens eigentlich keine Dosenmandarinen verwenden muss, wenn ich sie nicht mag. Also habe ich weder Dosenobst noch Mandarinen gekauft, sondern einen Beutel frischer Orangen.
Und dann war alles ganz leicht: alle Zutaten zusammengeschüttet und aufgekocht, bis die Orangen ausreichend zerkocht waren.
Das Ergebnis sieht dann ausnahmsweise mal hübsch bunt und nicht braun - und es hält, was es verspricht: durch die Orangen ist die Sauce sehr lecker fruchtig und ein bisschen süß und durch ganz viel Paprikapulver ein bisschen scharf.
Wäre auch ohne die Sojabohnen eine sehr leckere Orangensauce.
Noch 64 Rezepte.
Sonntag, 5. Oktober 2014
Nummer 435: Chocolate Tahini No-Bake Barley Bars
Rezept Nummer 435: nicht gebackene Schokoladen-Tahini-Gersten-Riegel
Die nette Idee hinter dem Kapitel dieses Rezepts ist, dass es in normalen Läden und Süßigkeiten-Automaten keine veganen Süßigkeiten gibt, und einem das Buch deshalb ein paar Vorschläge für vegane Riegel und sonstige Süßigkeiten gibt.
Dieses Schokoriegel-Rezept ist ein besonders einfaches: man schmilzt ein bisschen Schokolade, verrührt sie mit ein paar anderen Flüssigkeiten, mixt Gerstenzerealien darunter und lässt die Schokolade dann einfach aushärten - fertig.
Mich hat die Menge nicht im Kühlschrank härtender Flüssigkeiten etwas irritiert, also habe ich sicherheitshalber die Menge Schokolade verdoppelt.
Dann habe ich alles vermischt und in die Auflaufform gefüllt und es kaltgestellt.
Wie erwartet ist die Mischung nicht fest geworden, sodass es am Ende eher ein Schokoladenauflauf geworden ist statt eines Klumpens, den man in Riegel schneiden könnte, aber er schmeckt trotzdem hervorragend.
Nachtrag: nach einer Nacht im Kühlschrank ist der Auflauf dann doch noch fest geworden und ergab doch noch schnittfeste, leckere, Schoko-Knusper-Riegel.
Noch 65 Rezepte.
Die nette Idee hinter dem Kapitel dieses Rezepts ist, dass es in normalen Läden und Süßigkeiten-Automaten keine veganen Süßigkeiten gibt, und einem das Buch deshalb ein paar Vorschläge für vegane Riegel und sonstige Süßigkeiten gibt.
Dieses Schokoriegel-Rezept ist ein besonders einfaches: man schmilzt ein bisschen Schokolade, verrührt sie mit ein paar anderen Flüssigkeiten, mixt Gerstenzerealien darunter und lässt die Schokolade dann einfach aushärten - fertig.
Mich hat die Menge nicht im Kühlschrank härtender Flüssigkeiten etwas irritiert, also habe ich sicherheitshalber die Menge Schokolade verdoppelt.
Dann habe ich alles vermischt und in die Auflaufform gefüllt und es kaltgestellt.
Wie erwartet ist die Mischung nicht fest geworden, sodass es am Ende eher ein Schokoladenauflauf geworden ist statt eines Klumpens, den man in Riegel schneiden könnte, aber er schmeckt trotzdem hervorragend.
Nachtrag: nach einer Nacht im Kühlschrank ist der Auflauf dann doch noch fest geworden und ergab doch noch schnittfeste, leckere, Schoko-Knusper-Riegel.
Noch 65 Rezepte.
Nummer 434: Spicy Pepita Brittle
Rezept Nummer 434: Scharfer Kürbiskern-Bruch [Brittle/Bruch meint zu extrem hartem Karamell geschmolzenem Zucker, in Stücke gebrochen]
Hier haben wir ein weiteres dieser Rezepte für etwas, das mir merkwürdig erscheint, aber bitte. Warum nicht auch in Stücke gebrochenes, hartes Karamell mit Pfeffer und Kürbiskernen.
Bisher habe ich dieses Rezept nicht gemacht, weil ich früher schon Karamell gekocht habe und das gerne nie wieder gemacht hätte: man kocht jede Menge Zucker, Wasser und Sirup, wartet, bis sich der Zucker aufgelöst hat, und muss das Ganze dann kochen, bis es sich ausreichend in Karamell umgewandelt hat, was man normalerweise feststellt, indem man ein Zuckerthermometer in die Masse hält und wartet, bis sie 150°C erreicht.
Ich habe kein Zuckerthermometer.
Für uns zuckerthermometerlose Menschen gibt es eine Alternative: man lässt einen Tropfen der Masse in ein Glas mit kaltem Wasser fallen und solange es sich im Wasser auflöst, ist es nicht fertig. Es ist fertig, wenn es im kalten Wasser zu einem Tropfen erstarrt.
Dann rührt man ein bisschen Butter, Vanille und Pfeffer unter, füllt es auf ein Backblech und ist fertig.
Schön wärs.
Es ist wieder passiert, was letztes Mal passiert ist: nachdem ich die ganzen Karamellreste (die steinhart an allem kleben bleiben, wenn man sie nicht in heißem Wasser abweicht) von allen Kochutensilien abgewaschen hatte, habe ich mein Karamell probehalber mal angestupst. Und es war kein bisschen hart. Es war weich und ist in Stücke zerfallen.
Also habe ich die Pampe wieder in den eben geputzten Topf gefüllt, nochmal eine halbe Stunde kochen lassen (das Beunruhigende ist, dass man keine Ahnung hat, wie lange es denn eigentlich kochen muss), bis die Tropfen im kalten Wasserglas bleigießartige Formen angenommen haben und es dann aufs Blech gegossen.
Sah diesmal wirklich besser aus.
Während Brittle normalerweise mit Erdnüssen gemacht wird, hatte das hier Kürbiskerne und dazu noch etwas Cayenne Pfeffer, sodass es nicht nur nach Karamell schmeckt, sondern auch etwas scharf und naja, nach Kürbiskernen.
Die Schärfe macht das Karamell tatsächlich besser, und die Kombination mit den Kürbiskernen ist auch ganz lecker, ich mag nur leider einfach kein Karamell.
Hier haben wir ein weiteres dieser Rezepte für etwas, das mir merkwürdig erscheint, aber bitte. Warum nicht auch in Stücke gebrochenes, hartes Karamell mit Pfeffer und Kürbiskernen.
Bisher habe ich dieses Rezept nicht gemacht, weil ich früher schon Karamell gekocht habe und das gerne nie wieder gemacht hätte: man kocht jede Menge Zucker, Wasser und Sirup, wartet, bis sich der Zucker aufgelöst hat, und muss das Ganze dann kochen, bis es sich ausreichend in Karamell umgewandelt hat, was man normalerweise feststellt, indem man ein Zuckerthermometer in die Masse hält und wartet, bis sie 150°C erreicht.
Ich habe kein Zuckerthermometer.
Für uns zuckerthermometerlose Menschen gibt es eine Alternative: man lässt einen Tropfen der Masse in ein Glas mit kaltem Wasser fallen und solange es sich im Wasser auflöst, ist es nicht fertig. Es ist fertig, wenn es im kalten Wasser zu einem Tropfen erstarrt.
Dann rührt man ein bisschen Butter, Vanille und Pfeffer unter, füllt es auf ein Backblech und ist fertig.
Schön wärs.
Es ist wieder passiert, was letztes Mal passiert ist: nachdem ich die ganzen Karamellreste (die steinhart an allem kleben bleiben, wenn man sie nicht in heißem Wasser abweicht) von allen Kochutensilien abgewaschen hatte, habe ich mein Karamell probehalber mal angestupst. Und es war kein bisschen hart. Es war weich und ist in Stücke zerfallen.
Also habe ich die Pampe wieder in den eben geputzten Topf gefüllt, nochmal eine halbe Stunde kochen lassen (das Beunruhigende ist, dass man keine Ahnung hat, wie lange es denn eigentlich kochen muss), bis die Tropfen im kalten Wasserglas bleigießartige Formen angenommen haben und es dann aufs Blech gegossen.
Sah diesmal wirklich besser aus.
Während Brittle normalerweise mit Erdnüssen gemacht wird, hatte das hier Kürbiskerne und dazu noch etwas Cayenne Pfeffer, sodass es nicht nur nach Karamell schmeckt, sondern auch etwas scharf und naja, nach Kürbiskernen.
Die Schärfe macht das Karamell tatsächlich besser, und die Kombination mit den Kürbiskernen ist auch ganz lecker, ich mag nur leider einfach kein Karamell.
Samstag, 4. Oktober 2014
Nummer 433: Ginger Cranberry Sauce with Cinnamon Cream Cheese Spread
Rezept Nummer 433: Ingwer-Kranichbeeren-Sauce mit Zimt-Frischkäse-Aufstrich
Hier haben wir eins der Rezepte, die man liest und sich denkt "Bitte, was?"
Dieses Rezept ist gedacht als eine Art Aufstrich für süße Brotsorten oder um sich ein Kekssandwich zu machen.
Vielleicht liegt es an mir, aber ich habe mir noch nie ein Kekssandwich mit Frucht-Frischkäse-Sauce gemacht.
Aber das hält mich natürlich nicht davon ab.
Das Rezept, das ich nur vor mir hergeschoben habe, weil es so schwer ist, an frische Kranichbeeren zu kommen, besteht eigentlich aus zwei Teilen, die beide sehr einfach sind.
Die Fruchtsauce macht man, indem man einen Topf voll Kranichbeeren mit Ingwer kocht
(Kranichbeeren kochen ist ganz lustig: die rohen Beeren haben eine Konsistenz wie Styropor mit Luftkammern in der Mitte - und wenn man sie kocht, platzen sie sehr eindrucksvoll und laut)
Der zweite Teil des Rezepts ist sogar noch einfacher: man verrührt nur Frischkäse mit Zimt. Das schmeckt sehr komisch.
Aber wenn man dann beides zusammenfüllt
und zusammen probiert, ergibt es (ähnlich wie bei den Erdnussbutter-Marmite-Keksen) eine dieser merkwürdigen, aber guten Geschmacksmischungen:
sieht aus wie Marmelade, schmeckt ähnlich wie Marmelade, aber nicht süß, zusammen mit Creme, die aber auch nicht süß ist, was eine ungewohnt-herzhaft-beerige Kombination ergibt. Irgendwie merkwürdig, aber auch irgendwie lecker.
Noch 67 Rezepte.
Hier haben wir eins der Rezepte, die man liest und sich denkt "Bitte, was?"
Dieses Rezept ist gedacht als eine Art Aufstrich für süße Brotsorten oder um sich ein Kekssandwich zu machen.
Vielleicht liegt es an mir, aber ich habe mir noch nie ein Kekssandwich mit Frucht-Frischkäse-Sauce gemacht.
Aber das hält mich natürlich nicht davon ab.
Das Rezept, das ich nur vor mir hergeschoben habe, weil es so schwer ist, an frische Kranichbeeren zu kommen, besteht eigentlich aus zwei Teilen, die beide sehr einfach sind.
Die Fruchtsauce macht man, indem man einen Topf voll Kranichbeeren mit Ingwer kocht
(Kranichbeeren kochen ist ganz lustig: die rohen Beeren haben eine Konsistenz wie Styropor mit Luftkammern in der Mitte - und wenn man sie kocht, platzen sie sehr eindrucksvoll und laut)
Der zweite Teil des Rezepts ist sogar noch einfacher: man verrührt nur Frischkäse mit Zimt. Das schmeckt sehr komisch.
Aber wenn man dann beides zusammenfüllt
und zusammen probiert, ergibt es (ähnlich wie bei den Erdnussbutter-Marmite-Keksen) eine dieser merkwürdigen, aber guten Geschmacksmischungen:
sieht aus wie Marmelade, schmeckt ähnlich wie Marmelade, aber nicht süß, zusammen mit Creme, die aber auch nicht süß ist, was eine ungewohnt-herzhaft-beerige Kombination ergibt. Irgendwie merkwürdig, aber auch irgendwie lecker.
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Freitag, 3. Oktober 2014
Nummer 432: Chocolate Tahini Quick Bread
Rezept Nummer 432: Schnelles Schokoladen-Tahini-Brot
Nachdem ich heute Besuch hatte, dem mein Zitronen-Thymian-Brot etwas besser geschmeckt hat als erwartet, war es Zeit, ein neues Brot zu backen.
Dieses Brot stellt einen neuen Rekord da: laut Rezept enthält es nämlich 210g Agavendicksaft (Agavendicksaft wird beim veganen Backen häufig als Ersatz für Zucker verwendet, weil er erstens (angeblich) gesünder ist als raffinierter Zucker und zweitens garantiert vegan ist (raffinierter Zucker wird chemisch entfärbt mit Stoffen, die man aus Tieren gewinnt)). Ich habe die Menge mal auf ein Fünftel reduziert, was sich dann gar nicht als so unproblematisch herausstellte, weil ich damit meine Gesamt-Flüssigkeitsmenge deutlich reduziert hatte, aber es hat trotzdem funktioniert.
Besonders gefreut hat mich übrigens, dass man für dieses Rezept Instant-Kokosmilch-Pulver braucht. Das steht nämlich an vielen Stellen in diesem Buch, ich habe nie gewusst, woher ich es bekommen soll und immer hoffen müssen, dass es nicht schlimm ist, wenn man es weglässt, bis ich es dann zufällig bei der Suche nach irgendeiner anderen absurden Zutat in einem Winkel des Asiasupermarkts gefunden und mich gefreut habe wie verrückt. Ich glaube sogar, ich bin noch immer die Person, die sich in diesem Asialaden am meisten über Instant-Kokosmilchpulver gefreut hat (es sei denn, noch irgendjemand kocht dieses Buch nach).
Natürlich brauchte ich es seitdem so selten, dass es jetzt ein Instant-Kokosmilch-Brocken ist, aber egal.
Ansonsten ein normales Brot: ich habe einen schokoladig-braunen Teig zusammengerührt und eine Stunde gebacken.
Heraus kommt ein Brot, das ein bisschen wie Zwieback schmeckt (sehr knusprig außen und nur einen Hauch süß), aber sehr viel intensiver und aromatischer durch den Kakao.
Das ist kein Brot, das ich nochmal backen würde, aber so zum Ausprobieren ist ein knuspriges Schokoladenkuchen-ohne-Zucker-Brot schon ganz interessant.
Noch 68 Rezepte.
Nachdem ich heute Besuch hatte, dem mein Zitronen-Thymian-Brot etwas besser geschmeckt hat als erwartet, war es Zeit, ein neues Brot zu backen.
Dieses Brot stellt einen neuen Rekord da: laut Rezept enthält es nämlich 210g Agavendicksaft (Agavendicksaft wird beim veganen Backen häufig als Ersatz für Zucker verwendet, weil er erstens (angeblich) gesünder ist als raffinierter Zucker und zweitens garantiert vegan ist (raffinierter Zucker wird chemisch entfärbt mit Stoffen, die man aus Tieren gewinnt)). Ich habe die Menge mal auf ein Fünftel reduziert, was sich dann gar nicht als so unproblematisch herausstellte, weil ich damit meine Gesamt-Flüssigkeitsmenge deutlich reduziert hatte, aber es hat trotzdem funktioniert.
Besonders gefreut hat mich übrigens, dass man für dieses Rezept Instant-Kokosmilch-Pulver braucht. Das steht nämlich an vielen Stellen in diesem Buch, ich habe nie gewusst, woher ich es bekommen soll und immer hoffen müssen, dass es nicht schlimm ist, wenn man es weglässt, bis ich es dann zufällig bei der Suche nach irgendeiner anderen absurden Zutat in einem Winkel des Asiasupermarkts gefunden und mich gefreut habe wie verrückt. Ich glaube sogar, ich bin noch immer die Person, die sich in diesem Asialaden am meisten über Instant-Kokosmilchpulver gefreut hat (es sei denn, noch irgendjemand kocht dieses Buch nach).
Natürlich brauchte ich es seitdem so selten, dass es jetzt ein Instant-Kokosmilch-Brocken ist, aber egal.
Ansonsten ein normales Brot: ich habe einen schokoladig-braunen Teig zusammengerührt und eine Stunde gebacken.
Heraus kommt ein Brot, das ein bisschen wie Zwieback schmeckt (sehr knusprig außen und nur einen Hauch süß), aber sehr viel intensiver und aromatischer durch den Kakao.
Das ist kein Brot, das ich nochmal backen würde, aber so zum Ausprobieren ist ein knuspriges Schokoladenkuchen-ohne-Zucker-Brot schon ganz interessant.
Noch 68 Rezepte.
Nummer 431: Spicy Gumbo Z'Herbes
Rezept Nummer 431: Würziges Gumbo mit Kräutern (?)
Dieses Rezept (übrigens das letzte aus der Suppen-und-Eintopf-Kategorie - hurra!) braucht vielleicht etwas Erklärung.
Gumbo ist ein, beziehungsweise DAS typische, Gericht der kreolischen Küche (das heißt der Küche ehemaligen Sklavinnen des französischen Kolonialismus in der Karibik, die sich dann im Süden der USA niedergelassen haben: eine Mischung aus afrikanisch, karibisch und europäisch, sehr frisch und sehr würzig): eine Art großer, leicht scharfer Gemüseeintopf, der traditionell neun verschiedene Sorten grünes Gemüse enthalten muss.
(mein Gumbo enthält nur sechs. Reicht völlig)
Das grüne Gemüse ist auch der Grund, warum ich Gumbo bisher aufgeschoben habe: nicht nur, dass das Rezept an sich nicht besonders lecker klingt, enthält es nicht eine, nicht zwei, nein, drei Stangen Sellerie (bäh) und ein Pfund Okra. Okra ist eine dieser Zutaten, die einen zur Verzweiflung treiben können: es gibt sie quasi nirgendwo zu kaufen und wenn, dann nur für fünf Euro pro hundert Gramm (oder so) im Asialaden. Also musste ich erst eine große Dose eingelegte Okraschoten bestellen. Und mich überwinden, Sellerie zu kaufen.
(ich hätte Gumbo trotzdem noch mindestens bis Sonntag aufgeschoben, wenn mein Weizengrießmehl sich nicht als Weizengrieß herausgestellt hätte, der sich beim besten Willen nicht zu den Ravioli verarbeiten ließ, die ich heute eigentlich machen wollte)
Gumbo ist eigentlich nicht schwer: man schnippelt eine Tonne grünes Gemüse klein,
brät es an, gießt jede Menge Zeug dazu und rührt jede Menge Gewürze unter
und lässt es dann eine Weile vor sich hin simmern.
Am Ende ergibt es einen überaus unattraktiven braunen Eintopf.
Und wenn man ihn probiert, ist man völlig überwältigt. Ich kann nicht genau beschreiben, warum das Ganze am Ende so gut schmeckt (viel besser als die Einzelteile), aber die Mischung aus den ganzen grünen Gemüsen und den Gewüzen ergibt einen unfassbar leckeren Eintopf.
Ein gutes Beispiel dafür, warum es sich lohnt, auch die Rezepte auszuprobieren, die auf den ersten Blick eher abschreckend aussehen.
Dieses Rezept (übrigens das letzte aus der Suppen-und-Eintopf-Kategorie - hurra!) braucht vielleicht etwas Erklärung.
Gumbo ist ein, beziehungsweise DAS typische, Gericht der kreolischen Küche (das heißt der Küche ehemaligen Sklavinnen des französischen Kolonialismus in der Karibik, die sich dann im Süden der USA niedergelassen haben: eine Mischung aus afrikanisch, karibisch und europäisch, sehr frisch und sehr würzig): eine Art großer, leicht scharfer Gemüseeintopf, der traditionell neun verschiedene Sorten grünes Gemüse enthalten muss.
(mein Gumbo enthält nur sechs. Reicht völlig)
Das grüne Gemüse ist auch der Grund, warum ich Gumbo bisher aufgeschoben habe: nicht nur, dass das Rezept an sich nicht besonders lecker klingt, enthält es nicht eine, nicht zwei, nein, drei Stangen Sellerie (bäh) und ein Pfund Okra. Okra ist eine dieser Zutaten, die einen zur Verzweiflung treiben können: es gibt sie quasi nirgendwo zu kaufen und wenn, dann nur für fünf Euro pro hundert Gramm (oder so) im Asialaden. Also musste ich erst eine große Dose eingelegte Okraschoten bestellen. Und mich überwinden, Sellerie zu kaufen.
(ich hätte Gumbo trotzdem noch mindestens bis Sonntag aufgeschoben, wenn mein Weizengrießmehl sich nicht als Weizengrieß herausgestellt hätte, der sich beim besten Willen nicht zu den Ravioli verarbeiten ließ, die ich heute eigentlich machen wollte)
Gumbo ist eigentlich nicht schwer: man schnippelt eine Tonne grünes Gemüse klein,
brät es an, gießt jede Menge Zeug dazu und rührt jede Menge Gewürze unter
und lässt es dann eine Weile vor sich hin simmern.
Am Ende ergibt es einen überaus unattraktiven braunen Eintopf.
Und wenn man ihn probiert, ist man völlig überwältigt. Ich kann nicht genau beschreiben, warum das Ganze am Ende so gut schmeckt (viel besser als die Einzelteile), aber die Mischung aus den ganzen grünen Gemüsen und den Gewüzen ergibt einen unfassbar leckeren Eintopf.
Ein gutes Beispiel dafür, warum es sich lohnt, auch die Rezepte auszuprobieren, die auf den ersten Blick eher abschreckend aussehen.
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